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Kommissions-Beschluss zum Verbot des Inverkehrbringens von schlegelartigen Schneidwerkzeugen bei tragbaren handgeführten Freischneidern / Motorsensen

Kurzbeschreibung

Das Inverkehrbringen von schlegelartigen Schneidwerkzeugen mit verbundenen Metallteilen bei tragbaren handgeführten Freischneidern / Motorsensen ist aufgrund eines hohen Verletzungsrisikos bei der Verwendung per Beschluss der Kommission untersagt. Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maßnahmen, um diesem Beschluss spätestens am 30. April 2012 nachzukommen.

Schlegelartige Schneidwerkzeuge mit verbundenen Metallteilen erfüllen nicht die Anforderungen von Anhang I Nummern 1.3.2 und 1.3.3 der Richtlinie 2006/42/EG.

In UK ereignete sich in 2010 ein Unfall, bei dem eine in der Nähe befindliche Person durch ein abgebrochenes und dann herausgeschleudertes Kettenglied tödlich verletzt wurde.

Die vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg sind als zuständige Marktüberwachungsbehörden vom Umweltministerium Baden-Württemberg angewiesen worden, durch Kontrollen bei Herstellern, Importeuren und Händlern zu überprüfen, ob derartige Schneidwerkzeuge noch in Verkehr gebracht werden und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Ausführliche Beschreibung

Bereits seit einigen Jahren beobachten die Marktaufsichtsbehörden der Mitgliedstaaten, dass schlegelartige Schneidwerkzeuge für tragbare handgeführte Freischneider / Motorsensen, bestehend aus zwei oder mehr Metallteilen wie z.B. Ketten, Messern oder Bürsten, die mit einem Drehkopf verbunden sind, von anderen Herstellern als den ursprünglichen Herstellern der Freischneider / Motorsensen in Verkehr gebracht werden.  Diese Schneidwerkzeuge sind nicht von der Risikobeurteilung der Hersteller der Freischneider / Motorsensen erfasst und es existieren auch keine EG-Konformitätserklärung und keine Benutzungshinweise der Hersteller der Freischneider / Motorsensen.

Schlegelartige Schneidwerkzeuge sind nach Artikel 2 Buchstabe b der Maschinen-Richtlinie (RL 2006/42/EG) auswechselbare Ausrüstung. Gegenüber der Verwendung von einteiligen Metallwerkzeugen besteht bei ihnen aufgrund der starken wiederholten mechanischen Belastung ein höheres Risiko, dass abgebrochene Teile oder auch Gegenstände (z.B. Steine) herausgeschleudert werden. Die an Freischneidern / Motorsensen angebrachten Schutzeinrichtungen können keinen angemessenen Schutz vor diesen Gefahren bieten. Schlegelartige Schneidwerkzeuge mit verbundenen Metallteilen können demnach unter Berücksichtigung des Stands der Technik die Anforderungen von Anhang I Nummern 1.3.2 und 1.3.3 der Richtlinie 2006/42/EG nicht erfüllen.

Am 19.01.2012 hat die Kommission aufgrund des hohen Verletzungsrisiko bei der Verwendung den Beschluss erlassen, dass das Inverkehrbringen von aus mehreren miteinander verbundenen Metallteilen bestehenden schlegelartigen Schneidwerkzeugen für tragbare handgeführte Freischneider / Motorsensen untersagt ist. Per Beschluss wurden die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, das Inverkehrbringensverbot europaweit zu kontrollieren und durchzusetzen. Die in Baden-Württemberg für den Vollzug zuständigen vier Regierungspräsidien überprüfen anhand von verstärkten Kontrollen bei potenziellen Wirtschaftsakteuren, ob vom Verbot betroffene Schneidwerkzeuge noch in Verkehr gebracht werden und ergreifen entsprechende Maßnahmen.

Für weitere Informationen steht Ihnen nachfolgend der Beschluss der Kommission zum Herunterladen zur Verfügung.

Bild:

Acrobat Reader Dokument Beschluss schlegelartige Schneidwerkzeuge 2012.pdf NEU (Acrobat Reader Dokument, 722.380 bytes)
Beschluss der Kommission vom 19.01.2012 zur Verpflichtung der Mitgliedstaaten zum Verbot des Inverkehrbringens von schlegelartigen Schneidwerkzeugen für tragbare handgeführte Freischneider / Motorsensen
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